ZDB-Pressemitteilung: Wohnungsneubau 2025
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Wohnungsneubau 2025: Fertigstellungen auf niedrigstem Stand seit über einem Jahrzehnt - Baugewerbe warnt vor weiterem Einbruch 2026.
Das Statistische Bundesamt hat am 22. Mai 2026 die Baufertigstellungen und den Bauüberhang für das Jahr 2025 sowie Auftragseingang und Umsatz im Bauhauptgewerbe für März 2026 veröffentlicht. Im Jahr 2025 wurden 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das ist ein erneuter Rückgang um 18 Prozent gegenüber den knapp 251.900 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2024. Der Bauüberhang lag Ende 2025 bei 760.700 Einheiten. Damit verharrt der Bauüberhang auf dem Niveau von 2024 (759.700 Einheiten) und verdeutlicht das hohe, bislang nicht realisierte Bauvolumen.
Die Fertigstellungszahlen kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:
„Die heutigen Fertigstellungszahlen sind bitter, aber nicht überraschend. 206.600 neue Wohnungen: Das ist die direkte Folge des Genehmigungseinbruchs, der 2022 begann und 2024 mit nur 215.300 genehmigten Wohnungen seinen Tiefpunkt erreichte. Was heute fertig wird, wurde vor zwei bis drei Jahren genehmigt. Hinter diesen Zahlen stehen Hunderttausende Familien, die keine bezahlbare Wohnung finden. Die Durststrecke bei den Fertigstellungen ist noch nicht vorbei.
Die Genehmigungen der Jahre 2023 und 2024, mit 260.100 und 215.300 die schwächsten seit über einem Jahrzehnt, kommen jetzt als Fertigstellungen am Markt an. Auf Basis der Genehmigungs-entwicklung rechnen wir für 2026 mit einem Verharren auf niedrigem Niveau bei 210.000 bis 220.000 Wohnungen.
Der Bauüberhang ist aufschlussreich, denn 760.700 genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen zeigen das brachliegende Potenzial. Das sind Projekte, die nach der Genehmigung an der Finanzierung hängen, und denen die gestiegenen Zinsen und Materialpreise zu schaffen machen.
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